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Brückenbau über die Abens

Aufgrund der aktuellen Bauwerksprüfung im Juli 2009 durch einen Sachverständigen hat die Stadt Mainburg den Neubau der Abensbrücke (Bauwerks-Nr.: 18) bei Dirschengrub – Gmd. Mainburg beschlossen.
Die vorhandene Brückenkonstruktion wurde zwar noch mit ausreichend bewertet, allerdings sind die Hauptträger und Aussteifungen bereits so stark korrodiert, dass eine Instandsetzung des Bauwerks aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr in Frage kommt.
Die Dauerhaftigkeit ist au√üerdem so stark beeinträchtigt, dass eine vollständige Sperrung spätestens im Jahr 2012 vermutlich unumgänglich werden wird.

2009-161

Bestand:
Die bestehende Brücke besitzt eine lichte Weite von ca. 11,25 m bei einer Fahrbahnbreite von ca. 4,00 m. Der Abstand zwischen der Unterkante der Hauptträger (= 413,80 m üNN) bis zum mittleren Wasserspiegel der Abens  (= 412,15 m üNN) beträgt ca. 1,65 – 1,70 m.
Der Querschnitt des Überbaus besteht aus Stahlträgern und einem Holzbelag und ist ca. 50 cm stark.
Bereits im Vorfeld der Planung wurde vom WWA Landshut gefordert, dass die Unterkante des neuen Brückenüberbaus mindestens genauso hoch wie die bisherige Brückenunterkante wird.

Neubau: 

Eine der Bedingungen für den Brückenneubau war, dass die Abflusssituation der Abens im Bereich des Bauwerks nicht verschlechtert wird.
Hierauf wurde im speziellen mit der Erhöhung der Brückenunterkante von 413,80 m üNN über die Höhe des HQ100 auf 413,88 m üNN geachtet.
Außerdem entfallen die Zwischenpfeiler, was sich zusätzlich positiv auf das Abflussverhalten auswirkt.
Die neue Brücke wird aus Stahlbeton errichtet. Vor den Widerlagern werden Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 63 cm eingebracht auf denen ein Betonbalken (B/H = 80/140 cm) als Auflager für das Tragsystem ( = Plattenbalken ) betoniert wird.
Der Überbau besitzt eine Gesamtstärke incl. Asphaltbelag von D = 81 cm, einer Breite von 6,75 m und einer lichten Weite von 10,83 m.

Als Abdichtung dient eine Dichtungsschicht unter den Asphaltschichten. Die Entwässerung erfolgt über die Überbaufugen. Die neue Schrammbordhöhe beträgt links und rechts jeweils 25 cm und das Brückengeländer besteht aus einem Füllstabgeländer nach ZTV-ING (Geländer aus Stahl) mit einer Höhe von mindestens 1,20 m.
Eine nördlich am Bauwerk verlaufende Abwasserdruckleitung wird unter der auskragenden Kappe mittels Halfenschienen befestigt.
Erdbewegungen finden lediglich zur Erstellung der Widerlager statt. Auffüllungen und Abgrabungen des Geländes sollen weitestgehend vermieden werden.